Mittwoch,
22.05.2013

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Volkshochschulen setzen neue Maßstäbe in Sachen Qualität

Sehr geehrte Damen und Herren,
auch wenn die Volkshochschulen seit Jahrzehnten an ihrer Qualitätsentwicklung arbeiten, wollen sich hartnäckige Vorurteile nur schwerlich zerstreuen lassen: Wer kennt sie nicht, die kleinen Witze über die berühmtem „Töpferkurse in der Toscana“ oder das „Ikebana für Linkshänder“? – Dass sich die Volkshochschulen in den letzten Jahren (wenn nicht Jahrzehnten) zu leistungsfähigen Weiterbildungszentren entwickelt haben, spüren vor allem diejenigen, die bereits mit ihren verschiedenen Weiterbildungsbedarfen auf die Volkshochschulen zurück gegriffen haben. Gerade die größeren Einrichtungen verfügen nicht nur über ein Kontingent von hochqualifizierten Dozent/innen, sondern über ein hohes Verwaltungs- und Planungs-Know How und nicht zuletzt über modernstes Bildungsequipment.
Trotz allem haben sich bisher 20 Volkshochschulen in Schleswig Holstein, darunter allein vier aus dem Kreis Segeberg entschlossen, ihre Qualitätsentwicklung einer intensiven Prüfung auszusetzen. Ähnlich wie die bekannten ISO-Normen wurde von der Bund-Länder-Kommission, dem deutschen Institut für Erwachsenenbildung und den Wirtschaftsministerien der Länder ein Testierungsmodell entwickelt, das vor allem einen in den Mittelpunkt nimmt: Den Lernenden selbst. So verbirgt sich hinter dem Kürzel „LQW“ auch der etwas umständliche Ausdruck „Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung“. Und dieser Ausdruck ist tatsächlich Programm: Im Laufe eines Jahres müssen die zu zertifizierenden Einrichtungen 11 verschiedene Qualitätsbereiche ausbauen und z.T. ganz neu entwickeln: Das führt z.B. von der Erstellung eines Leitbildes über die Entwicklung von Fortbildungskonzepten, eines professionellen Controllings der Ziele bis hin zu einer regelmäßigen Überprüfung, ob die Ansprüche und Bedürfnisse der Lernenden tatsächlich erfüllt werden konnten.
Im Kreis Segeberg waren vier Volkshochschulen zur einjährigen Erarbeitungsphase angetreten: Die Volkshochschulen Bad Segeberg, Norderstedt, Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg. Der Weg war hart, aber überaus erfolgreich: Alle Beteiligten sind sich einig darüber, dass für die vier frisch zertifizierten Volkshochschulen ein Quantensprung erzielt werden konnte. Und mit dieser Einschätzung stehen sie nicht allein. Auf dem Festakt am 04.04.2005 in der VHS Norderstedt würdigte dass Wirtschaftsministerium, vertreten durch die Referatsleiterin, Carla-Maria Cremer, Norderstedts Erster Stadtrat, Dr. Harald Freter sowie je eine Vertreterin des Landesverbandes und der Zertifizierungsstelle die hervorragende Entwicklungsarbeit der beteiligten Volkshochschulen. Hier seien für die Weiterbildung neue Qualitätsmaßstäbe gesetzt worden, die keinen Vergleich zu scheuen bräuchten. Wichtig war den anwesenden VHS-Leiter/innen die Feststellung, dass die Volkshochschulen auch zukünftig ein breites Spektrum von Weiterbildungsinhalten anbieten wollen. Die Qualität beziehe sich eben immer auf die Wünsche der Lernenden. D.h., wer einen internationales Sprachenzertifikat ablegen möchte, soll sich ebenso auf die Qualität des Kurses verlassen können, wie derjenige, der mit Gleichgesinnten die Kunst des Aquarellmalens erlernen möchte oder das Unternehmen, dass seine Mitarbeiter fortbilden läßt. Gerade das sei die Stärke der Volkshochschulen, und die vielen tausend Teilnehmer/innen pro Jahr werden sich ab sofort einmal mehr davon überzeugen können, dass sie bei der VHS in allen Fragen der Weiterbildung an einer guten Adresse sind.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Dr. Jochen Brems
im Auftrag der VHS Segeberg, Norderstedt, Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg
Fotos: SAM GmbH

Der Weiterbildungsverbund Kreis Segeberg wird von der Europäischen Union, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), und dem Land Schleswig-Holstein gefördert.

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